Über Schach ist wahrscheinlich mehr geschrieben worden als über jedes andere Spiel. Es gibt schätzungsweise etwa 100.000 Veröffentlichungen darüber.
Die ersten Bücher über Schach stammen im 14. Jahrhundert von dem italienischen Mönch Jacobus de Cessolis und von dem spanischen Schachspieler Luis Ramirez Lucena. Er schrieb im Jahre 1497 das erste gedruckte Schachbuch, das bis heute erhalten geblieben ist und sich in einer spanischen Bibliothek befindet.
Das erste deutschsprachige Schachbuch erschien im Jahre 1507.
Von dem 1966 erschienenen Buch "Bobby Fischer teaches chess" wurden mehr als 1 Million Exemplare verkauft. Damit gilt es als meistverkauftes Schachbuch aller Zeiten.
Büchersammlungen
Die bedeutendste Schachbibliothek des 19. Jahrhunderts besaß der deutsche Baron und Schachmeister Tassilo von Heydebrand und der Lasa (17.10.1818 - 27.07.1899) mit einer im Jahre 1896 veröffentlichten Liste von 3.358 gesammelten Werken.
Im Jahr 1913 schätzte der herausragende Schachhistoriker Harold James Ruthven Murray (24.06. 1868 - 16.05.1955) die Gesamtzahl der Bücher, Zeitschriften und Zeitungen - die im Zusammenhang mit Schach stehen - zu etwa 5.000 dieser Zeit.
Bis zum Jahr 1949 schätze der englische Schachspieler, Redakteur und Autor Baruch Harold Wood, häufiger bekannt als BH (13.07.1909 - 04.04.1989); die Zahl auf etwa 20.000.
Durch Fusionen und Übernahmen in den letzten Jahren gibt es nur zwei öffentliche Schachbibliotheken mit großer Bedeutung und nur wenige andere Sammlungen von Spezialisten.
Die beiden bedeutendsten öffentlichen Schachbibliotheken sind:
1. Die größte Schachsammlung in einer öffentlichen Bibliothek ist die John G. White Collection in Cleveland, USA mit 32.000 Büchern und über 6.000 gebundenen Bänden von Schachzeitschriften.
2. Die Königliche Bibliothek der Niederlande mit Sitz in Den Haag verfügt über die zweitgrößte Sammlung von Schachliteratur, die etwa 30.000 Bände umfasst.
- Als bedeutendste Privatsammlung der Gegenwart gilt die des deutschen Großmeisters Lothar Schmid (geboren am 10.05.1928). Im Jahre 2008 wird sie auf 15.000 - 20.000 Artikel geschätzt. Mittlerweile soll sie auf 50.000 Publikationen angewachsen sein.
Das ist die weltweit größte Sammlung von Schachliteratur.
- David DeLucia, geboren 1953 aus Darien, Connecticut in USA hat eine Schachbibliothek mit 7.000 - 8.000 Schachbücher. Seine heutige Sammlung enthält Elemente wie Lucena's Manuskript aus dem 15. Jahrhundert, Gästeblätter von "Fischer's Game of the Century" gegen Donald Byrne, alle Spiele im New Yorker Turnier von 1927, acht Briefe von Paul Morphy, über hundert Lasker Handschriften, Capablanca's goldene Taschenuhr und der Vertrag von Steinitz - Zukertort im Weltmeisterschaftskampf im Jahr 1886.
Er dürfte die wohl beste und wertvollste Schachsammlung haben.
- Von den Abertausenden von Schachbüchern sind 1.134 deutsch- und englischsprachige Bücher als Referenzbücher zu sehen, die man noch anhand von ISBN-Nummern kaufen kann (erfasst vom Jahre 1500 bis 2010). Bücher sind alphabetisch nach Nachname z.B. "A" wie Aagaard, Jacob bis "Z" wie Znosko-Borovsky, Eugene sortiert.